Mein Weg als Erdenengel

von | 11.05.2020 | News

Lieber Erdenengel,

tief in mir habe ich es schon mein ganzes Leben lang gespürt. Wirklich bewusst geworden, ist es mir aber erst vor etwa zwanzig Jahren: Ich bin ein inkarnierter Engel, ein Erdenengel.

Kindheit

Als kleines Kind schlief ich immer unter, statt in meinem Bett. Was weder komfortabel, noch besonders gesund war. Warum ich das tat? Einer der Gründe dafür war, dass ich tief in mir die Erfahrungen aus meinem letzten Leben wahrnehmen konnte. Ich träumte von Blut und Gewalt, von Tod und Schuld. So machte ich schon früh die Bekanntschaft mit eigentümlichen Wahrnehmungen, die mir alles andere als angenehm waren. Grund genug, mich jahrelang unterm Bett zu verstecken.

Obwohl wir mitten in der Stadt wohnten, war ich viel draußen und kümmerte mich um alle Tiere, die meinen Weg kreuzten. Ich setzte Käfer vom Boden wieder aufs Blatt, versorgte die Katze der Nachbarin, und der Hund des Parkwächters war mein bester Freund.

Hochsensibilität

Ich hatte sehr früh ein großes Herz. Zu groß. Denn was mir noch sehr in Erinnerung ist, sind meine heftigen Gefühle, wenn ich alte Menschen sah. Lief ein alter Mensch mit gebeugtem Rücken an mir vorbei, brach ich in Tränen aus. Bekam ich mit, dass Menschen, Tiere oder die Natur zu Schaden gekommen waren, weinte ich tagelang.

Ich konnte nicht gut umgehen mit dem Schmerz der Erde, der Menschen und besonders der Tiere. Ich sei zu zart besaitet, solle mich zusammenreißen, mich nicht so anstellen, hieß es aus meinem Umfeld. Ich denke, sie alle waren mit meiner ausgeprägten Sensibilität überfordert. Und ich selbst verstand mich auch nicht. Wieso schienen die anderen um mich herum so viel robuster zu sein und das Geschehen in der Welt so viel besser zu ertragen? Sahen sie nicht, was für schreckliche Dinge hier geschahen?

Aufwachen als Erdenengel

Schon als Kind wünschte ich oft, ich wäre nicht mehr da, weil ich mich so sehr nach meinem wahren Zuhause, meiner Heimat gesehnt habe. Dass meine Heimat in der geistigen Welt ist, wusste ich damals nicht. Nur, dass sie nicht auf der Erde ist.

Diese Sehnsucht und das Suchen, das habe ich von sehr vielen Erdenengeln gehört. Ganz unterschiedlich ausgeprägt. Klar, wir alle bringen ja auch völlig unterschiedliche Erfahrungen aus diesem und früheren Leben mit in diese Welt. Doch die frühe Sehnsucht „nach Zuhause“ haben die meisten von uns gemeinsam.

Als ich sieben war, zogen wir von der Stadt aufs Land in einen kleinen Ort (ein Segen für mich. Wie so viele Erdenengel muss ich einfach in Ruhe und im Kontakt mit der Natur leben).

Kurz darauf erlebte ich morgens auf dem Schulweg etwas, das ich rückblickend als „einen Moment der Erleuchtung“ bezeichne.

Eben setzte ich noch einen Fuß vor den anderen, dann blieb ich abrupt stehen und verlor jegliches Zeitgefühl. Ich nahm mich und die Umgebung nicht mehr getrennt, sondern als eins wahr. Ich sah die Straße und die Häuser, die Pflanzen und die Menschen als energetische Form. Mir wurde klar, dass alles, was ich sah, die sogenannte „Realität“, nur eine große Illusion ist. Dass in Wahrheit alles reine Energie ist und miteinander in Verbindung steht.

Heute weiß ich, dass ich einen kurzen Einblick in die fünfte Dimension erhalten habe, aber damals war das ein krasses Erlebnis, das ich natürlich in diesem Alter nirgendwo einordnen konnte.

Seit diesem Tag wusste ich, dass ich nicht von dieser Welt bin. So als wäre ich aus Versehen hier abgegeben worden. Ich habe mit niemandem darüber gesprochen. Ich wollte nicht noch mehr auffallen und konnte das Ereignis und meine Sehnsucht als Kind auch kaum in Worte fassen.

Einer meiner medialen Ausbilder hat mir Jahre später gesagt, dass es typisch ist, mit sieben Jahren die erste Einweihung zu erhalten. Eigentlich ist das etwas sehr Schönes. Damals fand ich es furchtbar verwirrend und spürte seitdem einen deutlichen Unterschied zwischen mir und den anderen Kindern.

In mir war eine Sehnsucht aktiviert worden nach einer Welt, in der alles verbunden ist und in der es sich so anfühlt wie in meiner kurzen Erfahrung auf der Straße. Ich wollte „nach Hause“.

Hochsensitivität

Hochsensibel zu sein ist das eine. Doch zu allem Überfluss war ich auch schon immer hochsensitiv. Etwas, das ich mit sehr vielen Erdenengeln gemeinsam habe.

Von klein auf hatte ich besondere Wahrnehmungen. Wenn ich alte Menschen sah, spürte ich ihr Schicksal, all ihre Verluste und ihren Kummer. Wenn ich das Radio andrehte, wusste ich schon vorher, welches Lied gerade lief. Häufig hatte ich Déjà-vus und kam an Orte, bei denen ich sicher war, sie schon einmal gesehen zu haben. Ich träumte Dinge, die dann ein paar Tage später eintrafen. Mein Leben lang hatte ich das Gefühl, von Energie und Geistwesen umgeben zu sein (was ich heute ganz wundervoll finde, was aber in meiner Kindheit manchmal ganz schön gruselig war).

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die von Geburt an Lichtwesen, Verstorbene, Engel oder die Aura hellsichtig wahrnehmen können. Ich habe zwar als Kind mit dem Mond gesprochen und bekam auch oft Antwort (keine Sorge, ich höre sonst keine Stimmen), aber das war es auch schon.

Richtig hellsichtig bin ich also nicht, aber ich habe von allen feinstofflichen Sinnen (Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen, Hellriechen, Hellschmecken) einen Teil, bin häufig hellwissend (leider noch nicht immer, nobody’s perfect) und entwickele meine Fähigkeiten kontinuierlich weiter.

Wenn ich heute jemandem in die Augen blicke, lese ich darin die Berufung seiner Seele und seine Lebensthemen. Und auch wenn ich die Verstorbenen oder Geistführer an seiner Seite nicht wirklich visuell wahrnehme, weiß ich, wenn sie da sind und kann sie quasi blind beschreiben.

Hochsensitivität und Medialität sind bei sehr vielen Erdenengeln stark ausgeprägt. Selbst wenn es Jahre oder Jahrzehnte lang unterdrückt wird, ist eine besondere Begabung vorhanden und die feinstofflichen Sinne können leicht (wieder) aktiviert und entwickelt werden.

Meine Suche

Seit meiner Kindheit wollte ich herausfinden, warum ich so anders, hochsensibel und hochsensitiv bin und wie ich damit umgehen kann. Darum habe ich schon mit sieben Jahren angefangen, Bücher über Spiritualität und Persönlichkeits­entwicklung zu lesen, habe nach meiner Banklehre ein wissenschaftliches Psychologie-Studium und unzählige weitere psychologische und spirituelle Ausbildungen gemacht.

Doch auch als ich als Ganzheitlicher Coach und Coaching-Ausbilderin endlich meine Berufung gefunden hatte und damit „eigentlich“ zufrieden und erfolgreich war, war ich weiter auf der Suche. Etwas hat gefehlt. Denn mit dem Thema Erdenengel hatte das alles noch wenig zu tun.

Der Moment, der alles verändert hat

Im Laufe der Jahre machte ich viele mediale Schulungen und ging fest davon aus, wenn ich meine feinen Antennen weiter ausbilden und lernen könnte, sie an- und auszuschalten, dann wäre alles gut. War es aber nicht.

Mein „Aufwachen“ kam in einer Ausbildung bei Gordon Smith (eins der bekanntesten europäischen Medien für Jenseitskontakte). Er sagte dort zu mir (genauer gesagt, sein Geistführer, aber ich will hier nicht so kleinlich sein):

Angelika, you are not here to learn, you’re here to remember“.

In diesem Moment konnte ich buchstäblich hören, wie es in mir Klick gemacht hat und ich habe mich erinnert, warum ich auf die Erde gekommen bin. Ich habe erkannt, dass meine Berufung viel weiter führt, als ich mir bisher eingestehen wollte (denn ich wäre gerne einfach weiter die erfolgreiche Coaching-Ausbilderin geblieben, statt mich als Erdenengel zu outen).

Meine Aufgabe

Ich bin als Erdenengel auf diese Welt gekommen, um Menschen und vor allem Erdenengel an das zu erinnern, was sie wirklich sind. Und um ihnen zu helfen, aufzuwachen und die Aufgaben zu erfüllen, die sich ihre Seele für dieses Leben vorgenommen hat.

Es hat fünf Jahre gedauert, bis ich zum ersten Mal öffentlich über das Thema Erdenengel gesprochen habe. Zu tief saß die alte Angst, Opfer von Angriffen zu werden, wie ich es in der Schulzeit und in früheren Leben so oft wegen meines Andersseins erlebt hatte. Diese Verletzungen mussten aufgearbeitet, die Blockaden gelöst werden. Das war teilweise schmerzhaft, oft aber nur halb so schlimm, wie ich es mir ausgemalt hatte. Und als der Weg frei war, ging alles wie von selbst.

In meinen Ausbildungen erschienen wie aus dem Nichts immer mehr Teilnehmer, die ebenfalls Erdenengel sind und die das Leben nun passenderweise zu mir geführt hatte. Immer öfter bekam ich Fragen zum Thema gestellt und meine Antworten haben mich manchmal selbst in Erstaunen versetzt.

Mein Draht nach oben wurde immer besser und die Unterstützung der geistigen Welt immer deutlicher. Ich bekam Zeichen über Zeichen (ein paar davon freundliche Holzhammer, aber manchmal geht es wohl nicht anders). Und dann entschied ich endlich, den neuen Weg zu gehen. Die Zeit für erdenengel.de war gekommen.

Das ist heute daraus geworden

Lange war ich auf der Suche. Fühlte mich einsam, verlassen, ausgeschlossen, anders, nicht von dieser Welt. Getrennt vom Universum, von meinem wahren Zuhause, von meinen Brüdern und Schwestern in der geistigen Welt. Dieses ganze Irdische fühlte sich für mich an wie ein Korsett. Zu eng geschnürt konnte ich im wahrsten Sinne des Wortes kaum atmen. So viele Jahre, die ich nicht hier sein wollte.

Heute bin ich ganz auf der Erde angekommen. Vor allem, seit ich wieder auf dem Land lebe und akzeptiert habe, dass Teil meiner Berufung ist, anderen Erdenengeln zur Seite zu stehen. Ihnen das zu erklären, von dem ich wünschte, dass mir es jemand vor fünfzig Jahren gesagt hätte.

Ich bin hier, um anderen Engeln beim Aufwachen zu helfen. Sie zu unterstützen, in der irdischen Dichte zurecht zu kommen und es sogar zu genießen (ich sag nur: Käsesahnetorte, vegan natürlich).

Dafür habe ich den Online-Kurs „Fliegen lernen für Erdenengel“ entwickelt und gebe darin an andere Erdenengel weiter, was ich in all den Jahren gelernt habe, damit sie Abkürzungen nehmen können und möglichst schnell ihre Berufung finden – und erkennen, dass sie nicht allein sind.

Wir sind viele. Und je mehr erwachen, desto mehr können wir bewegen. Das ist es, wofür wir alle hier auf die Erde gekommen sind. Auch Du. Danke, dass Du da bist.

Alles Liebe

Deine Angelika
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